"Automatische" Diskriminierungen

Die Behinderten bekommen dies täglich zu spüren.

Die Automatisierung von Dienstleistungen, Informationen, Zutrittskontrollen oder Produkteverkäufen bestimmt zunehmend das tägliche Leben. Menschen werden durch technische Einrichtungen ersetzt. Damit verschwinden "automatisch" auch zwischenmenschliche Hilfeleistungen.
Dank Erfolgen der Medizin und Rehabilitation können immer mehr Menschen auch mit starken körperlichen Handicaps am Leben teilnehmen, sofern sie nicht durch die Umwelt ausgeschlossen werden. Viele Einrichtungen oder Automaten sind jedoch heute für Menschen mit einer Behinderung nicht benutzbar. Betroffen sind vor allem Rollstuhlfahrer/innen und Sehbehinderte.
Hauptproblem sind neben Stufen, engen Durchgängen oder schlechter Lesbarkeit insbesondere zu hoch angeordnete Bedienungselemente. Rollstuhlfahrer/innen mit eingeschränkten Armfunktionen können Geldeinwurf- oder Karteneinschubschlitze höher als 1.10m nicht mehr benutzen.

Wir fordern alle Automatenbetreiber auf, bei der Beschaffung und Anordnung darauf zu achten, dass Bedienungselemente unterhalb von 1.10 m ab Boden zu stehen kommen.